Evas Seite zur Alkoholabhängigkeit 
für "erwachsene Kinder"

Ich bin selber mit einem alkoholabhängigen Vater aufgewachsen. Er hat eine Therapie gemacht, als ich 15 Jahre alt war und ist seit dem trocken geblieben - ich bin sehr stolz auf ihn! Dennoch und gerade deswegen interessiert mich das Thema auch heute noch. Leider habe ich im deutschsprachigen Internet wenig Informationen zu den Auswirkungen auf Angehörige und erwachsene Kinder gefunden. Das, was ich dazu gefunden habe, möchte ich als Linksammlung jedem Interessierten zur Verfügung stellen. Falls ich eine Seite, die aufnehmenswert wäre, noch nicht kenne, wäre ich für einen Hinweis dankbar (gleiches gilt natürlich auch für Literaturhinweise!). Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere hier die von ihm gesuchte Hilfe findet.


Seiten von Organisationen und Verbänden:


Private Seiten:


Literatur:

  • Zum Schweigen verdammt
    Autor: Suzanne Somers (Roman)
    Ihre Kindheit war geprägt von den nächtlichen Wutausbrüchen ihres alkoholabhängigen Vaters, der im Vollrausch seine Familie tyrannisierte. Und sie konnte mit niemandem über die Zustände zu Hause reden.
  • Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Wie erwachsene Kinder von Suchtkranken Nähe zulassen können
    Autor: Janet G. Woititz
    Die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit und der Wunsch nach Nähe begleiten uns alle das ganze Leben lang, besonders jedoch diejenigen, die in einer Suchtfamilie aufgewachsen sind. Da in ihrer Kindheit ein Rollenvorbild für funktionierende Beziehungen fehlte, sind sie unsicher und suchen allzu rasch die Schuld bei sich selbst. Wie wichtig es ist, loszukommen von diesen Verhaltensmustern, die uns viel Kummer bereiten, zeigt Janet G. Woititz in ihrem neuen Buch. 
  • Um die Kindheit betrogen
    Autor: Janet G. Woititz
    Über Alkoholismus und Suchterkrankungen gibt es mittlerweile vielfältige Informationen. Die Probleme der Angehörigen, insbesondere der Kinder, kommen jedoch kaum zur Sprache. Dabei sind diese Kinder weit reichenden Belastungen ausgesetzt und ihr Alltag ist - auch wenn sie inzwischen erwachsen sind - durch Angst, Scham und Wut bestimmt. Nach außen eine glückliche Familie vorzutäuschen und keinen wissen zu lassen, was zu Hause wirklich los ist, kostet Kraft und bindet Energien. Janet Woititz macht in ihrem Buch konkrete Vorschläge, wie diese Kindheitserfahrungen verarbeitet werden können, damit ein eigenständiges Leben möglich ist.
  • Wenn Vater zuviel trinkt
    Autor: Tom Klaus
  • Wir brechen das Schweigen
    Autor: Karl Lask
  • Die vergessenen Kinder - Kinder von Suchtkranken
    Autor: Ingrid Arenz-Greiving
    Man muß es schon zugeben: die Kinder von Suchtkranken sind viel zu lange von der Suchtkrankenhilfe vergessen und vernachlässigt worden. Es gibt also Nachholbedarf auf diesem Gebiet. Verschiedene Fachleute beginnen jetzt, dieses große Defizit aufzuarbeiten. Dazu gehört zunächst eine klare Situations- und Problembeschreibung der betroffenen Kinder und ihrer Lebenswelt.
    Diese Schrift vermittelt überzeugend, "worum es geht" und "worauf es ankommt", wenn engagierte Fachleute und Helfer den Kindern und Jugendlichen von suchtkranken Vätern und Müttern menschlich begegnen und sie auf den Weg zu einer gesunden Entwicklung begleiten wollen: Impulse zum Weiterdenken und Weitermachen ...
  • Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit.
    Autor: Ursula Lambrou

Aus dem Leben in einer Suchtfamilie:

Regeln, nach denen wir (unbewusst) lebten: 

  • Nur nicht darüber reden!
  • Traue keinem!
  • Unterdrücke deine Gefühle!

Rollen, die wir (unbewusst) spielten:

  • Familienheld(in)
  • Sündenbock
  • Clown
  • Das "vergessene" Kind

Heilung, die wir erleben:

  • Den Schmerz zulassen
  • Sich als Opfer ansehen
  • Im Zorn zurückblicken
  • Die Vergangenheit überwinden
  • Anderen helfen trotz eigener Verletzungen

(aus: "Wenn Vater zuviel trinkt" von Tom Klaus, Blaukreuz-Verlag)